Dienstag, 3. November 2026Hinweis senden
Berlin Depesche

Das urbane Nachrichtenportal der Hauptstadt

Aktuell
Berlin-Marathon: Straße des 17. Juni bis nach dem Rennen am Sonntag gesperrtVBB: Einzelfahrschein Berlin AB bleibt 2027 bei 4 Euro, Tarife steigen im Schnitt um 3,72 ProzentS-Bahn zeigt an 14 Bahnhöfen, wie voll die nächsten Züge sindBER: Drohnensichtung sperrte am Mittwochabend rund 45 Minuten den LuftraumStudie: Vergesellschaftung von 210.000 Wohnungen würde rund 13,5 Milliarden Euro kostenBerlin-Marathon: Straße des 17. Juni bis nach dem Rennen am Sonntag gesperrtVBB: Einzelfahrschein Berlin AB bleibt 2027 bei 4 Euro, Tarife steigen im Schnitt um 3,72 ProzentS-Bahn zeigt an 14 Bahnhöfen, wie voll die nächsten Züge sindBER: Drohnensichtung sperrte am Mittwochabend rund 45 Minuten den LuftraumStudie: Vergesellschaftung von 210.000 Wohnungen würde rund 13,5 Milliarden Euro kosten
Wohnungsmarkt

Studie: Vergesellschaftung wäre bezahlbar, neue Wohnungen schafft sie nicht

Forscher im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung beziffern die Entschädigung für rund 210.000 Wohnungen auf 13,5 Milliarden Euro. Gegen den Mangel helfe nur Neubau.

Porträt von Tarek El-Amin
Tarek El-Amin

Redakteur Wirtschaft & Gründerszene

· 3 Min. Lesezeit

Berlin-weit

Großer Berliner Wohnblock mit Balkonen und begrüntem Innenhof

Großer Berliner Wohnblock mit Balkonen und begrüntem Innenhof

Eine Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände in Berlin könnte die Mieten dämpfen, aber keine einzige neue Wohnung schaffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Gegen den Mangel helfe nur Neubau in großem Stil.

Beteiligt waren Forscher des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Stiftung sowie der Universitäten Mannheim und Duisburg-Essen. Sie haben durchgerechnet, was eine Überführung von rund 210.000 Wohnungen in Gemeineigentum kosten würde. Die Entschädigung für die privaten Wohnungsunternehmen setzen sie mit rund 13,5 Milliarden Euro an.

Je nach Modell sei das wirtschaftlich und für den Landeshaushalt tragbar, schreiben die Autoren. Als ergänzendes Element könne die Vergesellschaftung helfen, das Problem der Bezahlbarkeit zu verringern.

Politisch kommt die Studie zu einem heiklen Zeitpunkt. Die Linke hat die Wahl zum Abgeordnetenhaus gewonnen und will an ihren Plänen festhalten. Bei anderen Parteien stoßen sie auf scharfe Kritik. In möglichen Gesprächen mit SPD und Grünen dürfte das Thema einer der größten Streitpunkte werden.

Zur Einordnung: 2021 hatten 59,1 Prozent der Berlinerinnen und Berliner beim Volksentscheid von Deutsche Wohnen und Co. enteignen mit Ja gestimmt. Umgesetzt wurde das Ergebnis bisher nicht.

Für Mieterinnen und Mieter ändert sich vorerst nichts. Ob und wann ein Gesetz kommt, entscheidet die neue Regierung. Bis dahin gelten Mietspiegel und Mietpreisbremse wie bisher.

Grundlage dieser Recherche

Über die Autorin oder den Autor

Porträt von Tarek El-Amin

Tarek El-Amin

Redakteur Wirtschaft & Gründerszene · im Team seit 01. Februar 2024

Schreibt über Berliner Handwerk, Handel und Startups. Legt Betriebszahlen offen, bevor er über sie berichtet.

Mehr aus Wohnen